Ergebnisse mit einem Geoinformationssystem (GIS) visualisieren

Diese Übung ist als Zusatz gedacht. Für die Bearbeitung benötigen Sie ein Geoinformationssystem (GIS). Sollten Sie kein GIS besitzen, lassen Sie die Übung einfach weg, es werden keine weiteren Details von ArcEGMO erklärt.

Die Auswertung der Ergebnisse ist bei jedem GIS etwas anders. Es wird detailliert die Auswertung mit den Geoinformationssystemen ArcView 3.3 und ArcGIS 9.x beschrieben.

Ändern Sie in der arc_egmo.ste die Raumbezüge der Ergebnisse zu "HYD" (Standard im Basisszenario ist "GEB"). Ändern Sie zusätzlich die Berechnungs_Variante (z.B. NAM_1). Speichern Sie die Datei. Öffnen Sie nun die results.ste und ändern hier das Tabellenformat von EXCEL_MOD zu GIS_MOD bei den folgenden Einträgen:

Ändern Sie in den oben genannten Abschnitten nun auch die Einträge für die "Zeitaggregation" von 0 auf -1 und kommentieren Sie jeweils den Eintrag Raumselektion und Zeitselektion aus. In dem Abschnitt "Meteorologie" darf die Zeitselektion nicht auskommentiert werden. Ihre results.ste sollte nun so aussehen. Speichern Sie nun die results.ste und starten Sie das Modell.
Starten Sie nun ArcView und öffnen ein neues Projekt. In dieses Projekt laden Sie nun die Shapes, die in dem Ordner GIS liegen (D:\NA-Modell_ArcEGMO\GIS). Anschließend fügen Sie die Ergebnistabellen hinzu. Diese befinden sich nicht wie gewohnt in dem Ordner Zeit.dat sondern in D:\NA-Modell_ArcEGMO\Results\NAM_1\Gis\Gesamt. (Tipp: Da diese Dateien Endungen verwenden, die ArcView nicht erkennt, werden sie in dem Fenster "Tabelle hinzufügen" nicht angezeigt. Dies kann behoben werden, indem Sie in das Fenster "Dateiname" ein Sternchen setzen und Enter drücken. Nun werden auch die Ergebnistabellen angezeigt.)
Da die Berechnungen von ArcEGMO auf einer gröberen Skala stattgefunden haben (in diesem Fall auf der Hydrotop-Skala) als die Elementarflächen können Sie nicht einfach die Werte aus den Ergebnistabellen übernehmen und visualisieren. Sie müssen zuerst die Raumbezüge richtig zuordnen. Dazu dient die Übersetzungstabelle efl-tg.hyd. Fügen Sie diese Datei also auch ihrem Projekt hinzu. Nun müssen die Tabellen verknüpft werden. Erstellen Sie dazu zunächst eine Kopie des Themas efl.shp. Öffnen Sie nun die Tabelle dieser Kopie und zusätzlich die Tabelle efl_tg.hyd. Nun markieren Sie in efl-tg.hyd die Spalte "Efl-id" und in der Tabelle von efl.shp die Spalte eflid. Jetzt können sie die Tabellen verbinden. Nun öffnen Sie die Ergebnistabelle, die Sie visualisieren möchten, z.B. die hyd_mit.gwn, markieren dort die Spalte "Ken" und in der Tabelle von efl.shp die Spalte "Hyd-id" und verbinden auch die beiden Tabellen.
Diese Tabelle bearbeiten Sie nun. Fügen Sie ein neues Feld an und übertragen die Werte aus der Spalte "Gesamt" in diese neue Spalte. Um zu vergleichbareren Ergebnissen zu gelangen, nehmen Sie die Werte aus der Spalte "Gesamt" mal 365 um auf Jahreswerte zu gelangen.
Nun können Sie die Bearbeitung stoppen, die Veränderungen speichern und die Verknüpfungen lösen. Verknüpfen Sie nun die nächste Ergebnistabelle mit Ihrer efl.shp. Bedenken Sie, dass Sie zu erst wieder die Übersetzungstabelle und anschließend die Ergebnistabelle anknüpfen müssen.
Für die Darstellung des Abflusses im Gerinne, müssen Sie die Ergebnistabelle (fgw_mit.qc) an die Tabelle des FGW-Shapefiles anknüpfen. Da die Berechnung des Gerinneabflusses auf der gleichen Skala erfolgt, wie auch die Darstellung, benötigen Sie hier keine Umrechnungstabelle.
Nun können Sie sich die Ergebnisse auf Ihrer Karte anzeigen lassen, indem Sie doppelt auf das Shape klicken und dort den Legendentyp auf "abgestufte Farbe" stellen. Bei Klassifizierungsfeld stellen Sie das Feld ein, das Sie visualisieren möchten. Wählen Sie eine geeignete Anzahl an Klassen, eine sinnvolle Aufteilung (über den Button "Klassifizieren...") und ein geeignetes Farbschema.

Klicken Sie, um eine Anleitung ein-/auszublenden Lösung

Abbildung 11-1:Landnutzung


Abbildung 11-2: Niederschlag


Abbildung 11-3: Oberflächenabfluss


Abbildung 11-4: reale Verdunstung


Abbildung 11-5: Grundwasserneubildung


Abbildung 11-6: Gerinneabfluss

Zur Überprüfung der Daten kann man die einzelnen Shape-Files vergleichen. In diesem Fall stellt man fest, dass zum Beispiel auf den Flächen, die als Wasserflächen identifiziert wurden, auch am meisten Oberflächenabfluss stattfindet, dicht gefolgt von den Flächen, die "geschlossene Bebauung" aufweisen. In den bewaldeten Gebieten ist, wie erwartet, die Grundwasserneubildung verhältnismäßig hoch, die Oberflächenabflussbildung dementsprechend niedrig. Auch dass der Gerinneabfluss im Hauptgerinne zum Gebietsauslass hin zunimmt, weist darauf hin, dass die modellierten Daten Sinn ergeben.