4.1 Niederschlag - Einleitung

Niederschlag ist in den meisten Regionen der Erde wichtigster Wasserlieferant. Er steht bei Wasserhaushaltsbilanzen auf der Einnahmeseite. Menge und zeitliche Verteilung des Niederschlags sind entscheidend für die Entwicklung von Böden und Lebensformen einschließlich menschlicher Siedlungstätigkeit. Niederschlag stellt die engste Schnittstelle zwischen Klimatologie und Hydrologie dar. Deshalb werden einige Aspekte dieses Themas in der Vorlesung Klimatologie näher behandelt.

Niederschlag ist nach DIN 1996 Wasser der Atmosphäre, das nach Kondensation oder Sublimation von Wasserdampf in der Lufthülle ausgeschieden wurde und sich infolge der Schwerkraft entweder zur Erdoberfläche bewegt (fallender Niederschlag) oder zur Erdoberfläche gelangt ist (gefallener Niederschlag).

Während Niederschlag in der DIN-Norm als Produkt eines Prozesses definiert wird, bezeichnet man gemeinhin auch den Prozess selbst als Niederschlag.

Niederschlag wird charakterisiert durch:

  • Niederschlagshöhe hN [mm]
  • Niederschlagsdauer TN
  • örtliche Verteilung
  • Häufigkeit n, Jährlichkeit Tn =1/n
  • zeitlicher Intensitätsverlauf iN(t)
  • Niederschlagsart

Abb. 4.1: Regenmesser an der Station Vernagtbach