| 5.6.1 Regionalisierung der Verdunstung von inhomogenen Gebieten |
| 5.6.1.1 Gebietsdurchschnitt aus räumlich differenzierten Berechnungen | |
| 5.6.1.2 Weitere für die Regionalisierung geeignete Methoden |
| 5.6.2 Modelle zur Berechnung der Gebietsverdunstung |
Die tatsächliche Verdunstung eines inhomogenen Gebietes kann induktiv in Anwendung der erläuterten Verfahren aus örtlich unterschiedlichen Einzelverdunstungen als Gebietsmittel bestimmt werden. Das ist für langfristige Mittelwerte und für Einzelwerte von Jahren und Monaten möglich. Dabei ist insbesondere die Höhenabhängigkeit von Niederschlag und Verdunstung zu berücksichtigen. Technisch läßt sich die Verdunstung von inhomogenen Gebieten mit Hilfe von geographischen Informationssystemen (GIS) bearbeiten. GIS (z.B. ArcInfo, ArcView der Fa. ESRI) benutzen flächendeckende Rasterdaten der Boden- und Landnutzungsdaten sowie der entsprechenden Bestandsparameter (Bulk-Stomatawiderstände, aerodynamische Widerstände) und setzen sie über Rechenmodelle miteinander in Beziehung.
Beispiel zur Ermittlung aus unregelmäßig begrenzten Teilflächen (Polygonen), Rasterflächen und Rasterpunkten:
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Unregelmäßig begrenzte Teilflächen: |
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m Rasterflächen: |
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n Rasterpunkte: |
Abb. 5.6: Beispiel zur Ermittlung der Gebietsverdunstung aus homogenen Teilflächen, Verfahren für die Gebietseinteilung und verwendete Formeln (nach DVWK 1996).
Zwei Methoden stehen hierfür zur Verfügung (Braden 1990b):
| 1E = Rn - G + ρ cp (T - TO)/ raH |
Durch die Einführung der Strahlungsbilanz einer auf Lufttemperatur befindlichen Oberfläche und eines Faktors, der den langwelligen Strahlungsaustausch berücksichtigt (Thompson 1982), wird die Parametrisierung der Strahlungsbilanz der jeweiligen Oberfläche und damit die Anwendung der PM-Methode zur regionalisierten Verdunstungsberechnung weiter erleichtert (Braden 1990b).
Die von Satelliten fernerkundeten Oberflächentemperaturen liegen aufgrund der Umlaufbahnen zur Zeit entweder nur an jedem sechzehnten Tag mit ca. 100 m Auflösung (LANDSAT) oder mit ca. 2 km Auflösung einmal vormittags und einmal nachmittags (NOAA) vor. Daher ist die kontinuierliche regionalisierte Verdunstungsbestimmung in Mittel- und Hochgebirge nur mit Flugzeugen (luftgestütztes Monitoring) zu realisieren.
Beispiele für in der Praxis einsetzbare Modelle sind die mit Routine-Wetterdaten arbeitenden Modelle.